JOURNAL · SCHWANGERSCHAFT

Die ersten zwölf Wochen — sanfte Begleitung

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Sanfte Begleitung in den ersten Wochen der Schwangerschaft

Das erste Trimester ist medizinisch eines der entscheidendsten — und gleichzeitig eines, in dem viele Frauen sich verunsichert fühlen. Wir versuchen, diese Phase zu einer Zeit zu machen, in der Sie sich gesehen und begleitet fühlen.

Der erste Termin findet etwa in der sechsten bis achten Schwangerschaftswoche statt. Dabei bestätigen wir die Schwangerschaft per Ultraschall, schauen nach dem Herzschlag des Embryos und legen den Mutterpass an — das kleine Heft, das Sie von nun an durch die gesamte Schwangerschaft begleitet und in dem alle Untersuchungen dokumentiert werden.

Zum Anfang gehören auch einige Laboruntersuchungen, die der Mutterpass vorsieht: Blutgruppe und Rhesusfaktor, ein Antikörper-Suchtest, die Kontrolle Ihres Röteln-Schutzes und Tests auf bestimmte Infektionen. Das klingt nach viel — praktisch ist es eine einzige Blutabnahme, deren Ergebnisse wir beim nächsten Termin in Ruhe gemeinsam durchgehen.

Zwischen der neunten und zwölften Woche besprechen wir erste optionale Untersuchungen wie den NIPT oder das Ersttrimester-Screening. Was Sie wahrnehmen möchten und was nicht — das entscheiden Sie in Ruhe. Es gibt hier kein „richtig“ oder „falsch“, nur den Weg, der sich für Sie stimmig anfühlt.

Gerade zum NIPT gibt es viele Fragen. Der Bluttest untersucht Erbgutanteile des Kindes im mütterlichen Blut auf die häufigsten Chromosomenveränderungen. Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Kosten seit 2022 im begründeten Einzelfall nach ärztlicher Beratung — ansonsten ist er eine Selbstzahlerleistung. Wichtiger als die Kostenfrage ist uns aber das Gespräch davor: was der Test leisten kann, was nicht, und was ein auffälliges Ergebnis für Sie bedeuten würde.

Und dann ist da der Alltag: Übelkeit, bleierne Müdigkeit, empfindliche Brüste, Stimmungsschwankungen. All das ist in den ersten Wochen häufig und meist Ausdruck der hormonellen Umstellung — unangenehm, aber in aller Regel kein Grund zur Sorge. Melden sollten Sie sich bei stärkeren Blutungen, anhaltenden Unterbauchschmerzen oder Fieber. Im Zweifel gilt: lieber einmal zu viel angerufen als einmal zu wenig.

Einiges können Sie selbst tun. Folsäure — idealerweise schon vor der Schwangerschaft begonnen — unterstützt die frühe Entwicklung des Kindes. Auf Alkohol und Nikotin verzichten Sie bitte ganz, bei rohem Fleisch, rohem Fisch und Rohmilchprodukten ist Zurückhaltung sinnvoll. Vieles andere darf bleiben, wie es ist: Bewegung, Arbeit und Reisen sind in einer unkomplizierten Schwangerschaft ausdrücklich erlaubt.

Viele Frauen erzählen in dieser Zeit noch niemandem von der Schwangerschaft — und tragen ihre Fragen und Sorgen deshalb allein mit sich. Genau dafür sind wir da. Kein Anliegen ist zu klein für einen Anruf, und Sie brauchen keinen „richtigen“ Grund, um sich zu melden.

Mit der zwölften Woche endet das erste Trimester, und für die meisten Frauen beginnt eine ruhigere Phase: Das Risiko einer Fehlgeburt sinkt deutlich, die Übelkeit lässt meist nach, und die Vorsorge findet ihren regelmäßigen Rhythmus — zunächst alle vier Wochen. Bis dahin begleiten wir Sie in Ihrem Tempo, mit so vielen Terminen und Gesprächen, wie Sie brauchen.

Kein Anliegen ist zu klein für einen Anruf — gerade in den ersten Wochen.
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