Die erste Vorsorgeuntersuchung — was Sie erwartet
Viele Patientinnen kommen zu uns und sagen: „Ich weiß gar nicht, was mich heute erwartet.“ Das ist völlig in Ordnung. Eine erste Vorsorgeuntersuchung ist kein Test, den man bestehen muss — sie ist ein Gespräch, das in eine kurze, behutsame Untersuchung übergeht. Und vielleicht hilft es zu wissen: So geht es sehr vielen, unabhängig vom Alter.
Wir beginnen immer mit einem ruhigen Gespräch — angezogen, im Sprechzimmer, nicht auf dem Stuhl. Ihre Krankengeschichte, Ihr Zyklus, Verhütung, offene Fragen und alles, was Ihnen sonst auf dem Herzen liegt. Erst wenn wir gemeinsam verstanden haben, worum es geht, gehen wir zum medizinischen Teil über — und auch dort bestimmen Sie das Tempo.
Die eigentliche Untersuchung dauert zwischen fünf und zehn Minuten. Sie umfasst die Inspektion, eine kurze Tastuntersuchung und die gesetzliche Krebsfrüherkennung, die ab dem 20. Lebensjahr vorgesehen ist: einen zytologischen Abstrich — ab 35 kombiniert mit einem HPV-Test alle drei Jahre. Ein vaginaler Ultraschall schließt sich in den meisten Fällen an. Für alles zusammen planen wir deutlich mehr Zeit ein, als die Untersuchung selbst braucht.
Was viele nicht erwarten: Die Atmosphäre ist warm. Wir arbeiten bewusst mit gedimmtem Licht, angewärmten Instrumenten und einer offenen Kommunikation. Sie bekommen jeden Schritt vorher angekündigt, Sie dürfen jederzeit unterbrechen — und nichts geschieht ohne Ihr Einverständnis. Wenn Sie mögen, erklären wir währenddessen, was wir sehen; wenn Ihnen Stille lieber ist, ist auch das in Ordnung.
Am Ende sprechen wir noch einmal gemeinsam. Was haben wir gesehen, was bedeutet das, und wann sollten wir uns wiedersehen. Alle Befunde bekommen Sie auf Wunsch schriftlich mit — und wenn zu Hause noch Fragen auftauchen, rufen Sie uns einfach an.
Die erste Vorsorge ist ein Gespräch — die Untersuchung ist der kleinere Teil.

